Kaninchen stellen Ansprüche

Anschaffung gut überlegen!

Kaninchen stellen AnsprücheViele Kinder wünschen sich ein Kaninchen als erstes Haustier. Die Erfüllung des Wunsches muss jedoch gut überlegt werden. Bei einem kleinen „Langohr“ handelt es sich schließlich um ein Lebewesen, das man nicht nach wenigen Wochen weglegen kann wie ein langweilig gewordenes Plüschtier. Auch müssen Kaninchen mindestens zu zweit gehalten werden, Einzelhaltung ist durch das Tierschutzgesetz verboten. Wenn die Möglichkeit besteht, dass das Kind die Kaninchen eines Freundes probeweise zumindest eine Woche betreuen und pflegen kann, sollte man davon unbedingt Gebrauch machen. Denn dabei lernt das Kind das tägliche Leben mit Kaninchen kennen – die schönen Momente, aber auch die lästigen Pflichten. Kinder im Vorschulalter sind für Kaninchen noch zu klein, aber auch bei Schulkindern müssen sich die Eltern bewusst sein, dass diese noch nicht die ganze Verantwortung für die Betreuung der Tiere übernehmen können. Schenken Sie Ihrem Sprössling also nur dann Kaninchen, wenn auch Sie selbst daran Freude haben.

Die Anschaffung

Darauf sollten Sie beim Kauf von Kaninchen achten: Das Kaninchen darf nicht jünger als acht Wochen sein, wenn Sie es in Ihre Familie aufnehmen. Die kleinen Langohren beginnen zwar schon mit vier Wochen zusätzlich zur Muttermilch auch feste Nahrung aufzunehmen, aber erst mit acht Wochen ist der Darmtrakt daran gewöhnt, ohne Muttermilch auszukommen. Ein gesundes Kaninchen zeigt lebhaftes Interesse an seiner Umgebung; abhängig vom Temperament wird es entweder vor Ihrer Hand in den letzten Winkel des Käfigs zurückweichen oder es wird interessiert daran schnuppern. In jedem Fall zeigt es ein lebhaftes Ohrenspiel. Kranke Kaninchen sitzen apathisch in einer Ecke, reagieren nicht auf Geräusche und schauen starr gerade vor sich hin. Weitere Krankheitsanzeichen sind entzündete, tränende Augen, häufiges Nießen oder Husten, Nasenausfluss, brauner Ausfluss aus den Ohren und glanzloses, schütteres Fell.

Großzügig in die Grundausstattung investieren

Wenn Sie sich für Kaninchen als neue Familienmitglieder entschieden haben, dürfen Sie an der Grundausstattung nicht sparen. Erst ab einer Käfiggröße von 100x100cm fühlen sich Kaninchen wohl. Im Fachhandel erhalten Sie in dieser Größe Drahtkäfige mit einer leicht zu reinigenden Plastikschale als Boden. Der Käfig muss so hoch sein, dass das Kaninchen sich auf den Hinterbeinen aufrichten kann, also mindestens 50cm. Oder Sie entscheiden sich gleich für ein Kaninchenhaus mit mehreren Etagen. Die handelsübliche gepresste Kleintierstreu ist als Einstreu gut geeignet. In der Kotecke bietet sich Katzensand als Geruchsbindemittel an. Wenn Sie Ihre Kaninchen großzügig verwöhnen wollen, dann geben Sie das Heu nicht nur in die Futterraufe, sondern geben auch noch eine Lage Heu über die Einstreu. Für das Körnerfutter ist ein standfester, schwerer Napf aus Ton praktisch. Wasser muss rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

Rohfaserreiches Futter wichtig

Da Zwergkaninchen 60 bis 80 Mahlzeiten innerhalb von
24 Stunden zu sich nehmen, muss ständig Futter vorhanden sein. Denn der Weitertransport des Mageninhaltes
ist nur durch erneute Futteraufnahme und Nachschub
möglich. Dies ist auch der Grund, warum Kaninchen
vor einer Operation nicht ausgenüchtert werden dürfen. Langohren brauchen als Grasfresser Nahrung mit einem
hohen Rohfaseranteil. Stellen Sie daher immer unbegrenzt gutes Heu zur Verfügung – es ist die natürliche Nahrungsgrundlage. Durch das Mahlen mit den Backen-
zähnen werden die lebenslang nachwachsenden Zähne abgerieben. Bei mangelhaftem Abrieb der Zähne durch
zu wenig rohfaserhaltiges Futter kann es zu Zahnfehlstellungen kommen. Zusätzlich zum Heu sollten die Tiere
frisches Grünfutter wie zum Beispiel Gras, Wiesenkräuter, Giersch oder Löwenzahn bekommen. Auch Salate
und strukturreiche Gemüsesorten sind geeignet. Äpfel, Karotten, Gurken und Fenchel sind beliebte und gesunde Leckerbissen. Die im Handel erhältlichen Fertigfuttermischungen enthalten häufig zu fette oder zu süße Futteranteile. Diese schmecken sehr gut und werden daher von den Tieren aus dem Futter herausgepickt, während die gesunden rohfaserreichen Nahrungsteile verschmäht werden. Fehlernährung und Fettleibigkeit sind die Folge davon.

Ausreichend Bewegung und Beschäftigung

Täglicher Freilauf in der Wohnung oder im gut gesicherten Garten ist für Kaninchen unbedingt notwendig. Schnelle Runden drehen, Haken schlagen und Luftsprünge vollführen hält Kaninchen gesund und munter. Aber Achtung auf Strom- und Telefonkabel! Langohren wollen auch beschäftigt werden; stellen Sie ihnen also Spielzeug zur Verfügung: Füllen Sie Schachteln oder ein Katzenklo mit Heu, Stroh, Papierschnitzeln oder Katzenstreu – Ihre Kaninchen werden begeistert darin graben. Rollen aus Pappendeckel ergeben Tunnels zum Durchkriechen. Besonders interessant wird es, wenn Sie ein Ende der Rolle mit Papier zustopfen; dann stellt sich den Tierchen die Aufgabe, den Ausgang aus dem Tunnel aufzugraben. Kaninchen haben auch viel Spaß daran, Papier zu zerfetzen – mit einem alten Telefonbuch können Sie die Langohren glücklich machen. Zum Benagen eignen sich ungespritzte Weiden- oder Obstbaumäste. Allen Kaninchen – egal ob draufgängerisch oder sanft – macht es Freude, Dinge durch die Luft zu schleudern. Gut geeignet dafür: Schepperndes Baby-Spielzeug aus Hartplastik, Metallringe, Blechdeckel von Marmeladengläsern und Stoffbälle. Es gibt Kaninchen, die zugeworfene Bälle wieder zurückwerfen.

Achtung Giftpflanzen

Wenn Kaninchen über das Futter unzureichend mit Rohfaser versorgt werden, versuchen sie dies durch das Fressen ungeeigneter, oft giftiger Pflanzen zu kompensieren. Zu den giftigen Zimmerpflanzen zählen alle Ficus-Arten, Philodendron, flammendes Kätchen und Farne. Häufige Giftpflanzen im Garten sind Buchsbaum, Efeu, Eiben, Rhododendron, Wandelröschen, Maiglöckchen und Lilien. Die Symptome bei Vergiftungen können sehr unspezifisch sein: Speicheln, zentralnervöse Symptome wie Zittern, Taumeln oder Lähmungen, Blähungen sowie wässriger oder blutiger Durchfall. Beim Auftreten derartiger Symptome muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden!

Vor der Anschaffung auch Tierarztkosten bedenken

Dem zukünftigen Kaninchenhalter sollte auch bewusst sein, dass im Laufe des Ka- Kaninchenlebens Tierarztkosten anfallen werden. Kaninchen müssen jährlich gegen Myxomatose und gegen RHD („Chinaseuche) geimpft werden. Dies gilt auch für nur im Haus gehaltene Kaninchen, da die Krankheitserreger durch Stechmücken, aber auch über das Futter übertragen werden können. Und genau wie Menschen, sind auch Kaninchen manchmal krank und brauchen einen Arzt.

 


Meerschweinchen und Kaninchen beim Zahntierarzt

Frühzeitige Problemerkennung durch regelmäßige Kontrolle

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Nur unverzügliche Behandlung rettet Leben

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Darmverschluss beim Kaninchen

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Meist durch Haarballen verursacht

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Tödliche Kaninchenseuchen

Einmal jährlich impfen schützt

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Sehr ansteckend: Myxomatose (Kaninchenpest) – Mit kombinierter Impfung gegen RHD und Myxomatose vorbeugen – In der Regel tödlich: Chinaseuche (RHD)





Herzerkrankungen beim Meerschweinchen

Diagnostische und therapeutische Möglichkeiten

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Krankhafte Kopfschiefhaltung

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Eine Gratwanderung zwischen Tierschutz und Entertainment

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Infos über die häufigsten Krankheiten

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Richtige Haltung und häufige Erkrankungen

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Tierschutz in der Verfassung

Notwendige Konsequenz der gesellschaftlichen Entwicklung

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An Überfunktion der Schilddrüse denken

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