Ratten – klug, sozial und als Haustier etabliert

Richtige Haltung und häufige Erkrankungen

Ratten - klug, sozial und als Haustier etabliert

Hund oder Katze, Meerschweinchen oder Zierfisch, Vogel oder Ratte – die Haustiere, die heute zu den beliebtesten tierischen Begleitern des Menschen gehören, erinnern in ihrer Vielfalt an eine große Menagerie. Wenn dabei das Recht des Tieres auf eine artgerechte Haltung ebenso erfüllt wird wie die besonderen Bedürfnisse, die jedes von ihnen in ganz eigener Weise an seine Umwelt stellt, dann kann manches Vorurteil durchaus durch besseres Wissen ersetzt werden, kann manch neue Facette das Zusammenleben von Mensch und Tier bereichern. So weiß man heute, dass Ratten liebe, verschmuste und insbesondere auch sehr kluge Tiere sind. Längst haben die mäuseverwandten Nagetiere ihren alten Ruf als Plagegeister, Krankheitsüberträger oder Gesellschaftsschocker einiger jugendlicher Gruppen hinter sich gelassen und Einzug in das alltägliche Familienleben gehalten, wo sie sich als äußerst reinliche und hochintelligente Gefährten etablieren konnten, die sogar kleine Kunststücke erlernen können. Die heute als Haustiere gehaltenen Ratten gehören zumeist der Unterart der Farbratten an, werden durchschnittlich zwei bis drei Jahre alt und erreichen eine stattliche Größe von ca. 22 bis 26 cm Länge.

Immer mehrere Tiere halten!

Ratten leben in ihrer natürlichen Umgebung in großen Familienverbänden, sie sind soziale Rudeltiere. Daher ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine artgerechte Haltung, die Nager stets zu zweit oder noch besser zu dritt oder mehr Tieren zu halten. Sie brauchen ihre Artgenossen zum Spielen, Kuscheln und gegenseitigen Putzen – Verhaltensweisen, die durch die Interaktion mit dem Menschen nicht ersetzt werden können. Dabei gilt es unbedingt zu beachten, nur gleichgeschlechtliche Tiere zusammenzugeben oder aber die Männchen kastrieren lassen! Die Nachkommenschaft würde anderenfalls auf Grund der hohen Fortpflanzungsfreudigkeit der Ratten sehr schnell unüberschaubar. Der ideale Käfig sollte für zwei Tiere mindestens eine Grundfläche von 90 x 50cm umfassen, dabei mindestens 90cm hoch und in mehreren Etagen eingerichtet sein, da die Tiere viel Platz zum Klettern benötigen. Direkte Zugluft, extreme Hitze und Sonneneinstrahlung sollten am Standort vermieden werden. Als Einstreu kann Kleintierstreu, Stroh oder Strohgranulat verwendet werden. Als willkommene Anregung zur Beschäftigung oder als Unterhaltungsprogramm können Leitern, ungiftige Obstbaum-Äste, Hängematten, Röhren oder Seile eingesetzt werden, aber auch Rückzugsareale in Form kleiner Schlafhäuschen, deren Menge sich nach der Anzahl der Tiere richtet, sollten in einer optimalen Einrichtung nicht fehlen.

Ratten sind Allesfresser

Ratten sind AllesfresserDie Nager benötigen eine vielfältige pflanzliche und tierische Nahrung. Bevorzugt werden dabei Samen, Körner, Nüsse und Früchte. Insekten und andere Kleintiere ergänzen den Speiseplan. Wie bei allen Haustieren und nicht zuletzt auch beim Menschen kommt eine ausgewogene Ernährung auch bei den Ratten der Gesundheit zu Gute, wobei als Grundmischung ein gutes Körnerfutter – möglichst ohne Presspellets aus Heu, denn Ratten benötigen kein Heu für ihre Verdauung – zu empfehlen ist. Für Abwechslung sorgt eine Anreicherung mit Haferflocken, ungesüßten Cornflakes oder ungesüßtem Frucht- oder Nussmüsli. Trockenobst sowie getrocknete Kräuter erweitern den Speiseplan, auf dem auch frisches Obst und Gemüse nicht fehlen sollten. Zwei- bis dreimal pro Woche sollte den Nagern tierische Nahrung angeboten werden, z. B. verschiedene Milchprodukte wie Topfen und Joghurt, hartgekochte Eier oder auch ein Stück Käse. Auch Lebendfutter wie Heimchen, Grillen oder Mehlwürmer werden äußerst gerne angenommen. Dabei ist – wiederum wie bei allen anderen Haustieren und auch bei uns selbst – unbedingt darauf zu achten, dass Übergewicht, das bis zur Fettsucht reichen kann, vermieden wird. Die Folgen sind für die Ratten die gleichen wie bei jedem anderen auch: Zuckerkrankheit, Leberverfettung, ein erhöhtes Tumorrisiko und eine verringerte Lebenserwartung! Einladung 28. VÖK – Jahrestagung

Auch Ratten sind Tierarztpatienten

Ohne Tierarzt geht es auch bei der Ratte nicht. Sind die Tiere schwach, die Hygieneverhältnisse unzureichend oder haben sie ein hohes Alter erreicht, sinken die Widerstandskräfte, und es kann zu einem Befall mit Ektoparasiten wie beispielsweise Räudemilben kommen. Die Symptome können sich dabei durch Juckreiz und eine nachfolgende bakterielle Besiedelung der Haut verschlimmern und zu Haarverlust, Geschwüren und Selbstbenagen führen. Eine Behandlung erfolgt mit geeigneten Antiparasitika, aber zusätzlich ist die wiederholte gründliche Reinigung des Käfigs eine wichtige Maßnahme. Versteckte Infektionen mit Mykoplasmen verlaufen zumeist langsam und progressiv, können sich aber infolge zusätzlicher Erreger verschlimmern. Betroffene Tiere niesen, haben piepsende Atemgeräusche und schleimig-eitrigen Nasenausfluss, leiden an Atemnot, röcheln und magern ab. Die Übertragung der Erreger erfolgt durch direkten Kontakt der Tiere untereinander. Antibiotika und schleimlösende Medikamente führen zwar zu einer Besserung der Symptome, die Infektion lässt sich aber nicht vollständig eliminieren. „Rote Tränen“ sind immer ein Alarmsignal für ein Krankheitsgeschehen, wie z.B. eine Mykoplasmeninfektion oder eine Speicheldrüsenentzündung. Denn im inneren Augenwinkel der Tiere befindet sich eine Drüse, die ein rötliches Sekret produziert, das normalerweise beim Putzen verteilt wird. Bei kranken Tieren mit vermindertem Putztrieb aber sammelt sich das Sekret im Augenwinkel oder fließt über den Tränenkanal zur Nasenöffnung ab, was zu einer rötlichen Fellfärbung um die Augen, an der Nase und den Pfoten führt. Zahnanomalien und Zahnfehlstellungen lassen auch Ratten immer wieder zu Zahnarztpatienten werden. Da die Zähne ein Leben lang nachwachsen, muss darauf geachtet werden, dass immer geeignetes Nagematerial wie frische Zweige von unbehandelten Obstbäumen, Weiden, Buchen, Birken, Ahorn oder Haselnusssträuchern vorhanden ist, damit die Zähne abgenützt und dadurch nicht zu lang werden. Zu lange Zähne müssten vom Tierarzt gekürzt werden. Und da Ratten als Haustiere eine gemeinsame Umwelt mit dem Menschen teilen, verwundert es kaum, dass ältere Ratten häufig an Tumoren leiden. Meist handelt es sich um Gesäugetumore, die gleichermaßen bei weiblichen und männlichen Tieren auftreten, aber auch Tumore der Haut oder Unterhaut kommen vor. Nicht anders als beim Menschen und beim Hund gilt auch bei der Ratte, dass Früherkennung der Weg zur Heilung ist. Therapie der Wahl ist eine möglichst frühzeitige chirurgische Entfernung des Tumors.

 


Meerschweinchen und Kaninchen beim Zahntierarzt

Frühzeitige Problemerkennung durch regelmäßige Kontrolle

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Magenerweiterung beim Kaninchen

Nur unverzügliche Behandlung rettet Leben

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Darmverschluss beim Kaninchen

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Meist durch Haarballen verursacht

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Kaninchen stellen Ansprüche

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Anschaffung gut überlegen!

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Tödliche Kaninchenseuchen

Einmal jährlich impfen schützt

Einmal jährlich impfen schützt

Sehr ansteckend: Myxomatose (Kaninchenpest) – Mit kombinierter Impfung gegen RHD und Myxomatose vorbeugen – In der Regel tödlich: Chinaseuche (RHD)





Herzerkrankungen beim Meerschweinchen

Diagnostische und therapeutische Möglichkeiten

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Wenn Meerschweinchen Zahnschmerzen haben

Genaue Diagnose mit Hilfe von Computertomographie

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Krankhafte Kopfschiefhaltung

Parasitärer Erreger weltweit vertreten

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„It’s Showtime“– Tiere als Belustigungsobjekte

Eine Gratwanderung zwischen Tierschutz und Entertainment

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Minimal-invasive Chirurgie in der Kleintiermedizin

Moderne Operationstechnik schont Patienten

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Wissenswertes über das Immunsystem

Aufgabe, Funktion und Unterstützungsmöglichkeiten

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Wenn Meerschweinchen einen Tierarzt brauchen

Infos über die häufigsten Krankheiten

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Tierschutz in der Verfassung

Notwendige Konsequenz der gesellschaftlichen Entwicklung

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Wenn Meerschweinchen immer dünner werden

An Überfunktion der Schilddrüse denken

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