Suppenkasper auf vier Pfoten

Was tun, wenn der Hund nicht fressen will?

Was tun, wenn der Hund nicht fressen will?Luna, warum frisst du denn schon wieder nichts?“ „Nein, meine Suppe ess ich nicht!“, scheint Luna, der vierbeinige Suppenkasper a la Struwwelpeter zu antworten und streift die Futterschüssel mit einem gelangweilten Blick. Frauchen macht sich die größten Sorgen. Die kleine Mischlingshündin ist ihrer Meinung nach ohnehin zu dünn, und dann lässt sie auch noch ihr Fressen stehen. In den folgenden Tagen versucht die Hundebesitzerin, ihrem Vierbeiner mit allerlei Köstlichkeiten Appetit zu machen: Hähnchen, ein Stück Rindsfilet… Nach einer Woche erneut Lunas vorwurfsvoller Blick vom Napf zu Frauchen: „Schon wieder Hähnchen??“ Während andere Vierbeiner ihr Futter dankbar verschlingen, ziert sich die kleine Hundedame jedes Mal, wenn man ihr den vollen Napf hinstellt. Ist Luna krank, vom Frauchen zu verwöhnt oder angeboren mäkelig? „Wenn keine organischen Ursachen dahinter stecken, ist so ein mäkeliges Verhalten meist sowohl anerzogen als auch erblich bedingt. Und zwar nicht rasseabhängig, sondern größenbedingt“, konstatiert Tierärztin und Verhaltenstrainerin Dr. Nora Marx- Dawid aus Wien. „Je kleiner ein Hund ist, umso heikler kann er beim Fressen sein, weil er nicht so viel Hunger hat und oft schon von Leckerlis satt ist.“

Konkurrenz fördert den Appetit

Neben der Größe des Tieres spielt auch das in der Wurfkiste angelernte Essverhalten eine wichtige Rolle. „In einem großen Wurf, haben die Welpen Konkurrenz und müssen um eine Zitze kämpfen“, so Dr. Marx-Dawid. Diese Hunde lernen daher, das Fressen zu schätzen. „Wenn der Welpe dann aber als Einzelhund zu einer Familie kommt, ist alles anders. Dann fällt nicht nur die Konkurrenz weg. In der ungewohnten Umgebung frisst er anfangs vermutlich weniger. Die meisten Besitzer machen dann den Fehler, dem Kleinen etwas anderes und wieder etwas anderes und noch besseres aufzutischen.“ Und schon sind Herrchen und Frauchen in einem Teufelskreis aus Fürsorge und Verwöhnen gefangen. Letzten Endes hat man sich auf diese Weise einen mäkeligen erwachsenen Hund herangezogen. Daher rät Dr. Marx-Dawid, zunächst auf jeden Fall bei jenem Futter zu bleiben, das der Welpe vom Züchter gewöhnt ist.

Der Geruch des Futters ist wichtiger als der Geschmack

Dass in vielen Fällen unser Verhalten als Hundebesitzer schuld ist, wenn unsere Lieblinge allzu heikel werden, bestätigt auch die Expertin für Tierernährung und Diätetik Ao. Univ.-Prof. Dr. Christine Iben von der Veterinärmedizinischen Universität Wien: „Bekommt der Vierbeiner zu viel Aufmerksamkeit, wenn er sein Futter verweigert, so bestärkt das sein Verhalten“. Sie rät allerdings, sehr wohl auf den Geschmack des Hundes Rücksicht zu nehmen. „Wie uns Menschen schmeckt eben auch unseren Tieren manches nicht, und das sollte man respektieren“. Das Angebot an Hundenahrung ist heute jedoch so vielfältig, dass wohl für jede Schnauze der richtige Geschmack dabei ist. Noch wichtiger als der Geschmack ist den vierbeinigen Gourmets aber der Geruch des Futters, da ihr Geruchssinn wesentlich stärker ausgeprägt ist. So verweigern beispielsweise Hunde mit Schnupfen ihr Futter, wenn sie es nicht riechen können. Und hinter dem Appetitmangel alter Hunde steckt nicht selten ihr nachlassender Geruchssinn, weiß Prof. Iben. Kann der Senior aber auch über geruchsintensiveres Futter nicht zum Fressen animiert werden, sollte man den Tierarzt aufsuchen. Zu einem raschen Tierarztbesuch rät sie vor allem auch bei appetitlosen Welpen. Bei ihnen kann es schnell zu gravierendem Energiemangel kommen. „Außerdem ist bei Welpen, die nicht fressen, die Ursache praktisch immer eine Krankheit“. Bei gesunden erwachsenen Hunden müssen wir uns nach Ansicht von Prof. Iben hingegen weniger Sorgen machen. „Ein gesunder Hund verhungert nicht vor der vollen Schüssel, sofern das Futter nicht verdorben ist. Erwachsene Hunde können bis zu drei Wochen hungern, ohne Schäden davon zu tragen. Allerdings ist das vom Ernährungszustand des Tieres abhängig und gilt nur für gesunde Hunde und bei ausreichender Versorgung mit Wasser.“ Wie aber macht man aus einem Suppenkasper einen dankbaren Esser? „Das Fressen in winzigen Portionen anbieten“, rät Dr. Marx-Dawid. „Geben Sie lediglich einen Löffel Futter in den Napf. Erst wenn der Hund das gefressen hat, den nächsten Löffel. Hört er auf zu essen, den Futterrest sofort wegräumen“. So kann man den Hund allmählich wieder über den Hunger zum Fressen motivieren.

Warnzeichen für gesundheitliche Ursachen

Doch nicht immer sind die Ursachen harmlos, wenn der Hund das Fressen verweigert. Mitunter stecken mehr oder weniger ernste Gesundheitsprobleme dahinter. „Häufige körperliche Ursachen können Zahnschmerzen, Probleme beim Schlucken und vor allem Verdauungsstörungen sein“, erklärt Privatdozent Dr. Leschnik. Die Verdauungsprobleme können vom Magen, von der Leber, der Bauchspeichel drüse oder dem Darm ausgehen. „Wenn dem Hund übel ist, weil er beispielsweise etwas Verdorbenes gefressen hat, so gelangen Stoffe ins Blut, die letztlich dem Gehirn signalisieren: Ich mag nicht fressen.“ Dozent Dr. Leschnik rät, auf wichtige Warnzeichen wie Erbrechen, Durchfall oder Gurgeln im Bauch zu achten. Hinweis auf ein Gesundheitsproblem ist auch, wenn das Tier zur Futterschüssel geht, etwas ins Maul nimmt und dann weggeht oder den Bissen ausspuckt. In diesen Fällen sollte auf jeden Fall ein Tierarzt aufgesucht werden. Kostet der Hund hingegen nicht einmal, so behagt ihm lediglich der Geruch nicht. „Man sollte außerdem immer auf das Allgemeinbefinden des Hundes achten. Ist er nicht nur appetitlos, sondern auch abgeschlagen, so ist ein Tierarztbesuch angezeigt. In manchen Fällen können auch ernste Erkrankungen wie Herzprobleme zur Nahrungsverweigerung führen“. Darüber hinaus hat der Hormonhaushalt einen massiven Einfluss auf den Appetit. Verliebte Rüden und scheinträchtige Hündinnen verweigern häufig die Nahrung.

Vitaminzufuhr notwendig?

Wenn der Hund eine Zeitlang nicht frisst, macht man sich als Besitzer natürlich Sorgen, ob es nicht zu Nährstoffmangel kommt. Die Zufuhr von Vitaminen ist nicht immer sofort notwendig, da der Hund ja Vitaminspeicher hat und selbst Vitamine produziert. Angezeigt ist sie jedoch vor allem bei Verdauungsproblemen. Privatdozent Dr. Leschnik: „Gewisse Vitamincocktails haben außerdem eine stimulierende Eigenschaft, die indirekt den Appetit fördern kann“.

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