Vermehrt Herzwurmpatienten in Österreich

Aus dem Osten importierte Hunde als Ursache

Waren Krankheiten wie Herz- und Hautwurmkrankheit vor zehn bis fünfzehn Jahren noch fast ausschließlich auf südliche Regionen beschränkt, so kommen sie heute auch schon in Deutschland und Österreich vor. Der Hautwurm (Diro laria repens) ist hier bereits heimisch, wobei Ostösterreich mit den Bezirken Gänserndorf und Neusiedl am See besonders stark betroffen ist. Herzwürmer sind bei uns zwar noch nicht heimisch, aber die Anzahl der Herzwurmpatienten in Österreich steigt massiv an.

Hautwürmer befallen auch Menschen

Die Übertragung der Hautwürmer erfolgt durch Stechmücken, bei uns also durch Gelsen. Diese nehmen beim Blutsaugen die Mikro larien (eine Entwicklungsstufe des Wurmes) auf. In der Mücke entwickeln sich die Mikro larien zu infektiösen Larven, die beim nächsten Saugakt wieder in einen Hund oder auch in einen Menschen gelangen. Aus den Larven entwickeln sich im Hund bzw. Menschen die bis zu 15 cm langen Würmer. Sie leben beim Hund vorzugsweise in den tieferen Hautschichten und können hier mehrere Jahre überleben. Viele Hunde zeigen nach einer Infektion keinerlei Krankheitserscheinungen, die Infektion bleibt unbemerkt. In einigen Fällen treten jedoch walnuss- bis hühnereigroße Hautknoten auf, in deren Zentrum sich ausgewachsene Würmer befinden. Besonders bei langhaarigen Hunden werden diese „Dippel“ jedoch häufig übersehen, so dass die Dunkelziffer der befallenen Tiere groß ist. Als Zoonose (eine vom Tier auf den Menschen übertragbare Erkrankung) ist der Hautwurmbefall auch für den Menschen von Bedeutung. Bei diesem treten die Würmer häufig in der Bindehaut des Auges auf oder verursachen ähnlich wie beim Hund knotige Anschwellungen der Haut. Generell kann man sagen, dass Hautwürmer beim Menschen wesentlich häufiger vorkommen als Herzwürmer.

Herzwürmer auf dem Vormarsch

Obwohl Herzwürmer bei uns noch nicht heimisch sind, werden sowohl an der Veterinärmedizinischen Universität als auch in Tierarztpraxen immer häufiger Herzwurminfektionen festgestellt. Wobei der Hauptgrund für die Zunahme an Herzwurmpatienten in ganz Westeuropa, also auch in Österreich, der immer noch steigende Import von Tierschutzhunden aus unseren östlichen Nachbarländern ist. Tausende Hunde werden jährlich von Tierschutzorganisationen aus den Tierheimen dieser Länder zu uns gebracht. Besonders Ungarn ist massiv vom Herzwurm-Problem betroffen. In den letzten fünf Jahren ist die Anzahl der mit Herzwürmern in-  zierten Hunde in Ungarn regelrecht explodiert. So sind zum Beispiel 70 Prozent aller Tierheimhunde in Ungarn mit Herzwürmern in ziert und stellen somit eine potentielle gesundheitliche Gefahr für unsere Österreichischen Hunde dar. Und sie tragen maßgeblich zur Verbreitung der Herzwürmer bei. Auch in Rumänien ist die Herzwurmplage groß. Obwohl die Slowakei noch nicht so massiv betroffen ist, ist auch bei Hunden aus dieser Region Vorsicht geboten. Importierte Welpen sind meist noch nicht in ziert, denn die Infektion mit diesen Würmern ist auch ein Zeitfaktor. Das Problem liegt bei den erwachsenen Hunden: Sehr oft zeigen sie keine oder nur sehr schwache Symptome, obwohl sie in ziert sind; ihre neuen Besitzer halten sie daher für gesund und unternehmen nichts. Da Herzwürmer sechs bis sieben Jahre alt werden, treten erst im späteren Hundeleben Symptome auf und die vielen unerkannten vierbeinigen Herzwurmpatienten stellen eine Gefahr auch für den Menschen dar. Haben sie doch Larven im Blut, die durch Gelsenstiche auf andere Hunde, aber auch Menschen übertragen werden. Da der Mensch nicht der Zielwirt ist, verirren sich die Herzwürmer im Körper des Menschen und bilden Granulome in unterschiedlichen Organen. Es ist schon vorgekommen, dass solch ein Granulom irrtümlich für einen Tumor gehalten wurde und deswegen ein gesundes Organ chirurgisch entfernt wurde.

Maßnahmen zur Verhinderung einer Endemie

Um es nicht zu einem endemischen (gehäuften) Auftreten der Herzwurmkrankheit in Österreich kommen zu lassen, muss es zum Standard werden, dass jeder aus Östlichen Tierheimen importierte Hund auf Herzwurmbefall getestet wird. Der Test soll sofort nach dem Eintreffen des Tieres vom Haustierarzt durchgeführt und sechs Monate später wiederholt werden. Es handelt sich dabei um einen Schnelltest, für den nur wenige Tropfen Blut benötigt werden. Schon nach ein paar Minuten liegt das Ergebnis vor. Zeigt das Testergebnis eine Herzwurminfektion an, muss der betreffende Hund behandelt werden. Da Herzwürmer mit der üblichen Entwurmung nicht erreicht werden, sind spezielle Medikamente nötig. Für die Herzwurmlarven im Blut gibt es in Österreich zugelassene Arzneimittel. Um auch die erwachsenen Herzwürmer abzutöten, ist es nötig, ein bestimmtes Medikament aus dem Ausland zu importieren, was meist mehrere Wochen dauert. Besitzer betroffener Tiere in Wien und Umgebung haben jedoch die Möglichkeit, die Behandlung an der Veterinärmedizinischen Universität Wien durchführen zu lassen, da hier das Medikament immer lagernd ist.


 


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